Die Struktur eines soliden Finanzplans beruht nicht nur auf konkreten Sparzielen oder der Auswahl bestimmter Anlageformen, sondern besonders auf der Fähigkeit, Risiken realistisch zu bewerten. Einer der wichtigsten ersten Schritte ist, sich einen Überblick über die eigenen Einkommensquellen und Ausgaben zu verschaffen und darauf basierend mögliche finanzielle Schwankungen einzuschätzen. Wer diesen Schritt überspringt, läuft Gefahr, unerwartete Veränderungen nicht frühzeitig zu erkennen und mögliche Rückschläge durch fehlende Vorsorge nicht abfangen zu können. Insbesondere variable Einkommensströme, wie beispielsweise Honorartätigkeiten, bergen Risiken hinsichtlich der Planbarkeit. Auch unerwartete Ausgaben – sei es für wichtige Reparaturen oder medizinische Notfälle – sind realistische Szenarien, die bedacht werden sollten und in der Strategie zur Risikoabsicherung eine zentrale Rolle spielen.
Ein systematischer Ansatz umfasst das Identifizieren, Bewerten und Priorisieren von Risiken. Dazu zählen unter anderem das Absicherungsbedürfnis bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder längerer Erwerbsunfähigkeit – Aspekte, die spätestens bei der Haushaltsplanung ihren Platz finden sollten. Wer sich mit dem Thema Risikoabschätzung beschäftigt, kommt um das Thema Liquiditätsreserve nicht herum. Eine Reserve für unerwartete Ausgaben kann helfen, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Die Höhe dieser Reserve richtet sich nach dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis, den familiären Gegebenheiten sowie der individuellen Lebenssituation. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, sich auch zu gesetzlichen Änderungen oder regionalen Rahmenbedingungen zu informieren, die potenzielle Risiken beeinflussen können.
Für Einsteiger in die Finanzplanung empfiehlt sich, regelmäßig eine Bestandsaufnahme der eigenen Ziele und Rahmenbedingungen zu machen. Dokumentieren Sie, welche Risiken für Sie relevant sind und ordnen Sie diese nach Relevanz. Prüfen Sie in diesem Zusammenhang vorhandene Verträge und Absicherungen, wie beispielsweise Versicherungen. Wichtig: Auch der Ausbau von Kenntnissen in Bezug auf Marktdynamiken trägt dazu bei, Risiken besser einschätzen zu können. Dabei hilft es, sich über verschiedene Informationsquellen, wie wissenschaftliche Publikationen, Fachpresse oder seriöse Online-Portale, regelmäßig zu informieren. So bleiben Sie bei Entwicklungen auf dem Laufenden und können Ihre Planungen entsprechend anpassen. Beachten Sie bitte: Ergebnisse können individuell abweichen und vergangene Entwicklungen bieten keine Garantie für die Zukunft.